Aktuelle Meldungen

Gefährliches Ausbremsen ist keine Lösung

Im OÖ-Heute Beitrag erläutert sicher unterwegs-Verkehrspsychologe Ernst Berg die Risiken sogenannter „Brake Checks“, also des absichtlichen abrupten Abbremsens bei dichtem Auffahren.

Drängeln, zu geringer Abstand und Lichthupe sorgen bei vielen Verkehrsteilnehmenden für Stress, Angst oder Ärger. Laut einer Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) geben über 93 Prozent an, dass sie Drängeln als besonders belastend empfinden.

„Eine emotionale Reaktion, etwa das bewusste Ausbremsen des Hintermanns“, kann laut Verkehrsexperten Berg jedoch schwere Auffahrunfälle nach sich ziehen. Jeder dritte Getötete auf Autobahnen und Schnellstraßen kommt bei einem Auffahrunfall ums Leben. Wie viele davon auf absichtliches Abbremsen zurückzuführen sind, ist unbekannt. Bekannt ist hingegen, dass Wut und Agression mit der Verkehrsdichte steigen.

Die klare Empfehlung der Expert:innen lautet daher: Ruhe bewahren, nicht in eine Eskalation einsteigen, wenn möglich den rechten Fahrstreifen nutzen und/oder gefährliches Verhalten zur Anzeige bringen. Entscheidend ist nicht, Recht zu behalten, sondern sicher ans Ziel zu kommen. Oder wie es der Verkehrsexperte Berg ausdrückt: „Der Klügere gibt nach!“ OÖ Heute I 25.02.2026.


Kamera an – Verantwortung aus?

Der ServusTV-Beitrag „Klicks statt handeln“ zeigt einen Unfall in Klagenfurt: Ein LKW reißt mit ausgefahrenem Kran einen Wegweiser ab. Ein Autofahrer filmt das Geschehen, statt andere Verkehrsteilnehmende zu warnen. Ernst Berg von sicher unterwegs weist aus verkehrspsychologischer Sicht darauf hin, dass in solchen Situationen häufig nicht geholfen wird – obwohl rasches Absichern und Warnen entscheidend wäre. Im Straßenverkehr kann dieses Verhalten schwerwiegende Folgen haben. Berg erklärt diesen Zusammenhang so:„Durch diese auffälligen Sachen habe ich dann einen WOW-Effekt und wenn ich das veröffentliche, bekomme ich Likes und Anerkennung, die ich früher von einem anderen Menschen, mit dem ich gesprochen habe, bekommen habe. Dadurch werden Grenzen überschritten, die in den ethischen und moralischen Bereich hineingreifen.“Denn hier zählt nicht das Video, sondern Zivilcourage: anhalten, absichern, helfen. SERVUS TV | 3.2.2026


Ö1 „Dimensionen“: Stadt im Takt – Verkehr und Wohlbefinden

Wie kann Verkehr das Wohlbefinden in Städten fördern? Dieser Frage widmet sich die Ö1-Sendung „Dimensionen – Stadt im Takt“, die am 27. Jänner 2026 um 19:05 Uhr auf Ö1 ausgestrahlt wird. Internationale Beispiele – von Kopenhagen bis Wien – zeigen, wie Verkehrsplanung, neue Mobilitätsformen und veränderte Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum unsere körperliche und psychische Gesundheit beeinflussen. Mit dabei ist Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer, die erläutert, wie sich Mobilität verändert hat und warum neue Konfliktlinien zwischen Pkw, Radfahrenden, Fußgänger:innen und E-Scootern entstehen. Sendung Ö1, 27.01.2026, 19:05 Uhr

Foto: © ORF / URSULA HUMMEL-BERGER


Ö3-Geisterfahrerstatistik 2025: Begleitende Studie von „sicher unterwegs“ sorgt für zusätzliche Einblicke

Die Veröffentlichung der Ö3-Geisterfahrerstatistik 2025 fand breite mediale Beachtung in Fernsehen, Radio und Online-Medien. Die Statistik verzeichnet mit 425 Geisterfahrermeldungen einen Anstieg um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Thematisiert wurden dabei sowohl regionale Entwicklungen – mit Kärnten erstmals an der Spitze – als auch positive Trends, etwa in Tirol.

Parallel zur Veröffentlichung hat „sicher unterwegs“ eine begleitende Studie zum Wissen von Fahranfänger:innen über Geisterfahren durchgeführt. Im Rahmen der Berichterstattung wurde Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer interviewt, die darauf hinweist, dass Frauen sich bereits in der Führerscheinausbildung mehr Information und praktische Übungen zum Thema Geisterfahren wünschen. Studien zeigen zudem, dass Frauen bei Geisterfahrermeldungen vorsichtiger reagieren als Männer, ein Unterschied, der statistisch hoch signifikant ist. Außerdem geben Frauen deutlich häufiger an, besonders auf Beschilderungen zu achten, um nicht selbst zur Geisterfahrer:in zu werden.

Ergänzend wurden die zentralen Ursachen von Geisterfahrten thematisiert, die wie bereits im Vorjahr vor allem Alkohol- und Drogenkonsum sowie Überforderung umfassen. Die umfangreiche Medienberichterstattung unterstreicht die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas und die Bedeutung fundierter Präventionsarbeit (Titelbild: © APA-Images / Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger)Medienbeiträge (Auswahl)

  • ORF – Guten Morgen Österreich (TV)
    Beitrag zur Ö3-Geisterfahrerstatistik 2025 mit Einschätzungen von Ö3-Verkehrsredakteur Bernhard Walther: https://on.orf.at/video/14308951/16024561/thema-verkehrsredakteur-bernhard-walther-zu-oe3-geisterfahrerstatistik-2025
  • Ö1 – Journal um Acht (Radio)
    Interview mit Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer (sicher unterwegs) zu Ursachen, Risikogruppen und Unfallbilanz: https://sound.orf.at/collection/2352/131824/zahl-der-geisterfahrer-gestiegen
  • Hitradio Ö3 (Online-Artikel)
    Wieder mehr Geisterfahrer – Überblick über Zahlen, Bundesländervergleich und Unfallfolgen: https://oe3.orf.at/stories/3051943/
  • ORF.at / ORF Österreich (Online-Artikel)
    2025 mehr Geisterfahrermeldungen – Einordnung der aktuellen Ö3-Statistik und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr: https://oe3.orf.at/stories/3051943/

Neue Kolumne in Motor & More: Fahreignung im Alter – eine differenzierte Betrachtung

Unsere Gesellschaft wird immer älter – und mit dem demografischen Wandel rückt auch die Frage der Fahreignung im Alter zunehmend in den Fokus der Verkehrssicherheit. In ihrer jüngsten Kolumne in Motor & More widmet sich Verkehrspsychologin Dr. Bettina Schützhofer dem Spannungsfeld zwischen Autonomie, Mobilität und Unfallrisiko im höheren Lebensalter. Auf Basis aktueller Forschungsdaten und einer groß angelegten Studie mit über 5.000 gesunden älteren Pkw-Lenker:innen zeigt sie auf, wie sich fahreignungsrelevante Leistungsbereiche im Alter verändern, warum es keine pauschale Altersgrenze geben sollte – und weshalb insbesondere ab dem 80. Lebensjahr eine individuelle, differenzierte Leistungsabklärung sinnvoll ist. Die Kolumne soll einen einen wichtigen Beitrag zu einer sachlichen, faktenbasierten Diskussion rund um Mobilität und Sicherheit im Alter liefern. Jetzt nachlesen in Motor & More.


ORF Autofocus „Das Auto wird zum Büro“

Termine, Telefonate, Mails – Arbeit findet immer öfter unterwegs statt. Doch was heißt das für unsere Sicherheit? Verkehrspsychologin Dr. Bettina Schützhofer von sicher unterwegs bringt es im Beitrag auf den Punkt: Arbeiten im Auto kann massiven Stress verursachen, wenn Bildschirme laufen und Benachrichtigungen nicht stumm sind – während man gleichzeitig den Verkehr im Blick behalten muss. Aus verkehrspsychologischer Sicht gilt deshalb: Arbeiten im Auto ist nur dann sicher – vollautonom oder im geparkten Zustand. Alles andere bleibt potentielle Ablenkung. ORF ON Autofocus I 14.1.2026 I ORF 2