ORF Aktuell nach eins: Warum sich viele Autofahrer:innen im Straßenverkehr überschätzen

Dr. Bettina Schützhofer als Live-Gast im ORF-Magazin „Aktuell nach eins“ bei Nadja Mader.

Laut einer neuen Studie der Wiener Städtischen halten acht von zehn Österreichern und Österreicherinnen ihre Fahrkünste für gut bis sehr gut. Nur ein Prozent zeigt sich unzufrieden. Diese Diskrepanz verweist auf ein bekanntes psychologisches Phänomen: Menschen neigen dazu, ihre eigenen Kompetenzen systematisch zu überschätzen.

Verkehrspsychologin Dr. Bettina Schützhofer bringt es dabei auf den Punkt: „Wir Menschen neigen dazu, unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten zu überschätzen. Wir glauben, dass wir mehr wissen und mehr können, als tatsächlich messbar oder beobachtbar ist.“ Dieser sogenannte Overconfidence Bias führt auch im Straßenverkehr zu Fehleinschätzungen. Viele sind überzeugt, überdurchschnittlich gut zu fahren – eine Annahme, die statistisch nicht aufgehen kann. Häufig fehlt es dabei an realistischer Selbstreflexion und einer differenzierten Selbsteinschätzung.

Gerade diese Fehleinschätzungen können jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die Verkehrskultur haben. Eine bewusstere Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten ist daher ein wichtiger Schritt, um Risiken zu reduzieren.

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