Im OÖ-Heute Beitrag erläutert sicher unterwegs-Verkehrspsychologe Ernst Berg die Risiken sogenannter „Brake Checks“, also des absichtlichen abrupten Abbremsens bei dichtem Auffahren.
Drängeln, zu geringer Abstand und Lichthupe sorgen bei vielen Verkehrsteilnehmenden für Stress, Angst oder Ärger. Laut einer Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) geben über 93 Prozent an, dass sie Drängeln als besonders belastend empfinden.
„Eine emotionale Reaktion, etwa das bewusste Ausbremsen des Hintermanns“, kann laut Verkehrsexperten Berg jedoch schwere Auffahrunfälle nach sich ziehen. Jeder dritte Getötete auf Autobahnen und Schnellstraßen kommt bei einem Auffahrunfall ums Leben. Wie viele davon auf absichtliches Abbremsen zurückzuführen sind, ist unbekannt. Bekannt ist hingegen, dass Wut und Agression mit der Verkehrsdichte steigen.
Die klare Empfehlung der Expert:innen lautet daher: Ruhe bewahren, nicht in eine Eskalation einsteigen, wenn möglich den rechten Fahrstreifen nutzen und/oder gefährliches Verhalten zur Anzeige bringen. Entscheidend ist nicht, Recht zu behalten, sondern sicher ans Ziel zu kommen. Oder wie es der Verkehrsexperte Berg ausdrückt: „Der Klügere gibt nach!“ OÖ Heute I 25.02.2026.
