Workshops für Eltern von Volksschulkindern und pädagogInnen

Jedes Jahr alarmieren die Zahlen in Bezug auf Kinderunfälle im Straßenverkehr (0- bis 14-jährige) aufs Neue: allein 2014 zählte die STATISTIK AUSTRIA rund 2.800 verunglückte Kinder auf Österreichs Straßen. Davon verunglückten 519 Kinder auf dem Schulweg, zwei Schulkinder musste ihr Leben lassen.

Gemeinsam mit der AUVA startete unser Institut 2011 eine österreichweite Initiative mit neuer Zielgruppe: Während in der Vergangenheit vorwiegend die Kinder und/oder Lehrer geschult wurden, setzen wir auf die Bewusstseinsbildung bei den Eltern. Denn Erwachsene übernehmen für Kinder – wie in vielen anderen Lebensbereichen – auch im Straßenverkehr eine Vorbildrolle.

Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops bieten wir den Eltern, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen und unter Einbezug spezifischer Fragen und Anliegen, konkrete Tipps und Tricks, wie sie ihr Kind optimal auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorbereiten können. Denn Kinder nehmen den Verkehrsraum anders wahr als Erwachsene. Entwicklungsbedingt lernen sie erst mit etwa acht Jahren, Gefahren im Vorhinein einzuschätzen, eine gezielte Vermeidung gefährlicher Situationen ist sogar erst mit ungefähr zehn Jahren möglich.

Im ersten Teil des ca. 100-minütigen Workshops wird auf die entwicklungspsychologischen Besonderheiten von Kindern eingegangen. Eltern erfahren anhand von Bildmaterial wie ihre Kinder den Verkehrsraum anders als Erwachsene wahrnehmen. Die Wichtigkeit der eigenen Vorbildwirkung wird ebenfalls thematisiert.

© Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA)Das Foto anbei veranschaulicht zum Beispiel, dass sich ein Gefahrenbewusstsein und eine Einsicht in die eigene Verletzlichkeit im Straßenverkehr erst entwickeln müssen.
Kinder haben eine ausgeprägte Phantasie und vermischen vor allem im Vorschulalter gerne Realität und Phantasie oder personifizieren Objekte. So ist das Fahrrad eine Rennmaschine, und die Scheinwerfer des Autos sind seine Augen.

Das Foto zeigt nun einen fünfjährigen Buben, der von seinen übermächtigen Kräften so überzeugt ist, dass er meint, den Verkehr anhalten zu können – er ist ja schließlich Superman.

Die zweite Hälfte des Workshops ist in erster Linie den persönlichen Fragen und Anliegen der Eltern gewidmet: „Was ist zu tun, wenn sich mein Kind auf dem Rücksitz ständig selbst abgurtet? Wie oft muss ein Schulweg geübt werden, bevor das Kind alleine gehen darf?“

© Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA)Wenn Sie mehr über die Workshops erfahren möchten oder einen Termin fix buchen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an sicher unterwegs. Ihre AnsprechpartnerInnen für die Terminvereinbarung sind Herr Mag. Günter Knessl und Frau Meike Zeidler-Baer, Tel: 01 957 50 38 oder 0699 116 30 242, Mail: office@sicherunterwegs.at.

Der Verkehrssicherheitsworkshop wird von der AUVA finanziert und ist für die jeweilige Schule bzw. die Eltern kostenlos.

Eine aktuelle Unterstützungserklärung durch das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) für unseren Verkehrssicherheitsworkshop finden Sie unter folgendem Link: Unterstützungserlass BMBF