2025 waren in Österreich 37 Prozent der Radverkehrsunfälle Alleinunfälle. Auch in Deutschland hat sich ihr Anteil in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht. Als Ursachen gelten unter anderem Unaufmerksamkeit, unangepasste Geschwindigkeit, schwierige Infrastruktur, fehlende Fahrtechnik und Selbstüberschätzung. „Mix aus Unaufmerksamkeit, unangepasster Geschwindigkeit für die Situation, manchmal mangelhafter Infrastruktur, kombiniert mit fehlenden Skills – dann passiert’s“, erklärt Bettina Schützhofer von sicher unterwegs.
Wie gut Radfahrer ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen, wurde u.a. im FFG-geförderten Projekt „SARA – Sicher am Rad in jedem Alter“ mit einem standardisierten Fahrparcours untersucht. Die Übungen reichten von einfachen bis zu komplexeren Aufgaben, etwa dem Zielbremsen.. Die Übungen reichten von einfachen bis zu komplexeren Aufgaben, etwa dem Zielbremsen. Das Ergebnis: Die eigene Leistung wurde häufig besser eingeschätzt, als sie objektiv gemessen wurde. „Jeder hat seine eigene Leistung besser eingeschätzt, als sie objektiv von uns gemessen wurde“, so Schützhofer. Besonders bei Kindern zeigen sich noch Schwierigkeiten beim Einschätzen von Geschwindigkeit und Abstand. Doch auch Erwachsene überschätzen ihre Fähigkeiten – und damit kann das Unfallrisiko steigen.
Mehr dazu im ausführlichen sicher unterwegs-Interview mit Bettina Schützhofer im ORF2-Beitrag Rund ums Rad I 11
